Funinio & Fußball – Ergänzung statt Dogma

Beim RSV05 wird bereits seit zwei Jahrzehnten im Training die Spielform 3:3 entwicklungsfördernd genutzt – in verschiedenen Varianten mal mit externem oder mit internem TW, mal auf vier Tore, mal auf zwei Tore. Nun wird das Spiel auf vier Tore ohne TW mit all seinen Vor- und Nachteilen Funinio genannt. Kinder-Fußball auf 5mTore mit Torwart und Schiedsrichter wird mit all seinen Vor- und Nachteilen verbandsseitig offensichtlich zu verbannen versucht – egal ob 7:7, 6:6, 5:5. In diesem Aufsatz werden Vor- und Nachteile erörtert um abschließend für ein geschicktes Nebeneinander zu plädieren und einen konkreten Lösungsvorchlag  für den KJA Göttingen-Osterode zu unterbreiten.

Jeder sportpädagogisch versierte Trainer weiß, dass alle Spielformen grundsätzlich Vor- und Nachteile haben – im Training wie im Spielbetrieb. Er wird auch wissen, dass es unterschiedliche Charaktere und Lerntypen gibt, die unterschiedlich lernen. Die didaktische Konsequenz multimodal die Vorteile jeder Spielform zu nutzen werden derzeit verbandsseitig scheinbar ignoriert.

In Bayern sollen alle Kinder angeblich nur noch Funinio spielen, im Sportkreis Göttingen werden derzeit verbandsseitig bei der G-Jugend tatsächlich nur Funinio-Turniere angeboten. In der F-Jugend läuft Funinio derzeit zum Glück nur ergänzend . Es ist nicht schwer vorherzusagen, dass sich das alles wieder einrenken wird, wenn eines schönen Tages erkannt wird, dass der “echte Fußball” mit Toren, Torwart und Schiedsrichter ebenfalls unersetzbare motivationale und lerntheoretische Vorteile bietet und dass ein “dogmatischer” Funinio-Spielbetrieb auch enorme Nachteile “in sich birgt”.

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Funinio fördert Intuition und Eigenständigkeit

Das Funinio-Spielfeld mit 30×20 Metern, an der Stirnseite jeweils mit zwei Kleintoren und einer 6 Meter tiefen Schusszone vor den Toren ist perfekt evaluiert für das freie Spiel im 3:3 ohne Torwart. Egal auf welchem Niveau – für 2:2 ist es etwas zu groß, für 4:4 eher zu eng.

Es fördert das intuive Spielverhalten der Kinder und lässt auch ohne Trainereinfluss allen Spielern eine recht ausgeglichene Förderung mittels ihrer Selbsttätigkeit zugute kommen – vorausgesetzt, die teilnehmenden Spieler sind in etwa gleich stark. Auch Torleute brauchen in ihrer Könnensentwicklung eine Menge “Feldspieler-Erfahrungswerte”.

Im Funinio können sich die Trainer deutlich mehr zurückhalten und auch problemlos mit Laien das Spiel der Kinder begleiten lassen, zumal sich ihre Mannschaft am Turniertag ja eh in mehrere Funinio-Teams aufspaltet. Aufgrund der kleinen Spielerzahl müssen alle Kinder einer Mannschaft Stürmer und Verteidiger zugleich sein. Taktisch geschultes Positionsspiel ist hier nicht weiter von nöten und kann auf Dreiecksbildung beschränkt bleiben.

Das eröffnet vor allem Anfängern mehr Selbstwirksamkeit – ebenso fortgeschrittenen Kindern, die eher aus dem Bauch heraus spielen und Probleme haben sich an ein “eher kopflastiges” Positionsspiel zu halten. Vor allem ihnen eröffnet sich im Funinio eine neue Welt ihr kreatives Potenzial auszuschöpfen – ungehemmt und damit tatkräftiger.

Warum tun sich eigentlich Anfänger mit dem Positionsspiel erheblich schwerer als spieltechnische “Könner”? Weil sie einfach viel zu viel ihrer Aufmersamkeit dazu verwenden müssen, sich auf ihre Bewegungen zu konzentrieren. Sind diese bereits im Bereich des Könnens angelangt, wird mehr Arbeitsspeicher für taktische Absprachen frei um diese handlungsschnell und logisch zu nutzen.

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Erhöhte Anforderungen im Spiel 1+4, 1+5, 1+6 – an Kinder und Trainer
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Gekonntes Positionspiel hat auch eine dynamische Lehrwirkung, indem es das Freilaufen vereinfacht und sich weniger Kinder gegenseitg im Weg stehen. Mit anderen Worten, es bietet den versierten, fortgeschrittenen Spielern mehr Handlungsmöglichkeiten in ihrer Wahl zwischen Dribbeln und Passen.

Also macht es auch Sinn den G- und F-Jugendlichen im 1+4 oder 1+5 (Feld/Halle) ganz einfache individual-, gruppen-, und mannschaftstaktische Handlungshilfen mit genau auswählten Infos dosiert zu vermitteln, welche eine Spieldynamik provozieren, die verständlich und entwicklungsfördernd ist – vor allem im Spiel.

In einer explorativen Studie (Tarant, Ralf: “Taktisches und strategisches Denken bei Kindern in Mannschaftsspielen”, Göttingen 1994) konnte gezeigt werden, dass bereits 5-6jährige Kinder zu strategischem Denken fähig sind, also einzeltaktische Handlungen der Spielteilnehmer zeitgleich zueinander sachlogisch in Beziehung setzen zu können (z.B. einer greift den Ballspieler an, der andere bewacht das Tor usw.)

Hierfür bedarf es aber auch qualifizierte und geeignete Jugendtrainer, die dies in ihrer Wortwahl und ihrem Tonfall auch wirkungsvoll ihren Spielern vermitteln können – Wann, wieviel, mit welchen Formulierungen an das Weltwissen der Kinder entsprechend ihrer Aufnahmefähigkeiten so anzuknüpfen ist, dass sie es im Spielgeschehen weiter nutzen können. Bei den Spielformen 1+5 oder 1+4  kann man sich nicht so einfach ohne nennenswerte Fehlentwicklungen zu riskieren von Laien vertreten lassen wie beim Funinio – und schon gar nicht im 1+6.

Gute Trainer minimieren die positionsgebundenen und mannschaftstaktischen Infos und erlauben zum Beispiel ihren “Verteidigern” nach vorne aufzurücken um sich für Rückpässe anzubieten, ebenso ins Raumdribbling zu gehen um Akzente für den Spielaufbau setzen zu können – bis hin zum Torschuss.
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Kommunikative Schiedsrichter erleichtern das Geschehen für die Kinder und entlasten zugleich die Trainer

Die Argumentation für Funinio das Spiel für die Kinder von kopflastigen Elementen zu befreien um Tatendrang mit Kreativitätsentfaltung zu bewirken ist zwar wie oben beschrieben wirkungsvoll und nachvollziehbar sinnvoll – wird aber von der dogmatischen Einflussnahme konterkarriert, dass ohne Schiedsrichter zu spielen ist.

Hier wird nun ein soziologisches Stresselement unreflektiert eingeworfen, dass die Kinder emotional in schwer zu entscheidenden Situationen belastet – zwar eher selten, dafür aber um so nachhaltiger, wenn zum Beispiel der Spieler, der eben gefoult hatte das Tor schießt und der angeschlagene 6jährige am Boden liegt und keine Zeit hat ein “Foul zu reklamieren” während es seine Mitspieler nicht gesehen haben und alle anderen Beteilgten tatenlos zusehen und dessen Trainer trotz seiner Spielleiterrolle gerade im Gespräch mit einem seiner Einwechselspieler war. Beim Futsal dasselbe: hier werden kopflastige Regeln (z.B. die Torwartregel) den Kindern verbandsseitig aufgebürdet, die der Funinio-Argumentation widersprechen.

Was Funinio in der Feldsaison an Befreiung ermöglicht, wird dann in der Halle durch engstirnige und extrem umfangreiche Futsalregeln (z.B. im Raum Kassel) wieder eingerissen. Die Krönung wäre nun nur noch die verbandsseitige Doktrin, dass die G- und F-Jugendlichen die umfangreichen Futsalregeln selber umsetzen sollen. Zum Glück wird beim KJA Göttingen-Osterode mit Futsal-Light eine tragfähige Kompromissvariante gepflegt.

Für taktisches und strategisches sind die Kinder angeblich noch zu klein – für eine gerechte Spielleitung untereinander aber emotional schon voll ausgereift? Beides ist schlicht und einfach falsch.

Auch weil sich gerade Anfänger noch voll auf ihre Bewegungshandlungen konzentrieren müssen, ist für sie kein Wahrnehmungsplatz für Absichtliches/unabsichtliches Foul, hinter/vor der Schusszonen-Linie, Foul/kein Foul, Einwurf Ja/nein für wen? usw. Da hilft ein Schiedsrichter bw. ein tatkräftiger Spielleiter den Kindern sich ihrem Lieblingsspiel als sinnvolle Freizeitaktivtät voll widmen zu können – für sich selbst und damit auch gesellschaftspolitisch, ohne ständig vom Recht des Stärkeren, Lauteren, Rücksichtsloseren untergebuttert zu werden, was letztlich auf Dauer sicherlich zu vorzeitigem Dropout führen wird.

Eltern erwarten zurecht im Vereinsfußballangebot einen geschützten Rahmen für ihre Kinder

Bedenkt man zudem, dass Eltern ihre Kinder ganz bewusst in Vereinen anmelden, damit ihre Kinder in einem geschützten Rahmen mit sportpädagogischem Konzept das Fußballspielen in Gemeinschaft mit anderen Kindern erlernen können, sollte man um so mehr diese von Kindern selbst zu regelnden Verbandsspiele in Frage stellen und mal gründlich überdenken.

Wird dieses Anmeldemotiv vom DFB/NFV/KJA nicht weiter ernst genommen, brauchen Eltern ihre Kinder nicht weiter im Verein anmelden – dann können ihre Jüngsten auch gleich auf dem Bolzplatz in der Höhle der Löwen spielen. Hier kennen sich die Kinder wenigstens untereinander, wenn sie ihre Regeln aushandeln und auf Einhaltung achten – ganz anders bei Fußballturnieren ohne Schiedsrichter: hier sollen fremde Kinder das mit Übersicht ohne interne Hierarchien selber regeln und “ausdiskutieren” obwohl ein Spiel gemäß KJA-Empfehlung nur 7-10 Minuten dauern soll und dann zentral abgepfiffen wird (der Sparkassen-Cup der E-Junioren lässt hier grüßen) – beides ist gleichermaßen als pseudopädagogischer Unsinn nicht zu überbieten. Beim landesweiten Sparkassen-Cup der E-Junioren ist es noch schlimmer, weil hier eine verkappte Landesmeisterschaft ausgespielt wird, deren Endrunde in Barsinghausen sehr wohl mit Schiedsrichtern besetzt wird – im Gegensatz zur Qualifikation auf Kreis- und Regionsebene.

“Wir hatten unser erstes Funinioturnier mit der G-Jugend in Erbsen. Gut, dass dort die Spiele geleitet wurden – allerdings gab es zwei Spiele, da war dies nicht der Fall und promt lief einiges schief: bei dem einen Spiel fingen sich die Kinder innerhalb der eigenen Mannschaft an sich gegenseitig zu treten, weil sie sich nicht einigen konnten wer den Freistoß schießt. In dem anderen Spiel gab es zu viele offene Fragezeichen für alle Beteiligten, bis jemand einfach die Spielleitung übernahm, woraufhin sich die Kinder wieder voll auf ihr Spiel konzentrieren konnten.”

Möglichkeit einer nachhaltigeren Jungschiedsrichter-Ausbildung

Nebenbei würden gerade Jungschiedsrichter/innen im G- und F-Bereich erste Erfahrungen sammeln und könnte sie im oben erwähnten Sparkassen-Cup erweitern – werden sie doch zu oft und zu früh in bedeutende Punktspiele bei D- und C-Jugend geworfen, denen sie oft noch nicht wirklich gewachsen sind. Vielleicht hilft dies sogar der Dropout-Problematik im Jungschiedsrichterwesen entgegen zu wirken. Die Anerkennung von geleiteten G, F und E-Jugendspielen/Turnieren wäre da auch hilfreich, weil die C-Jugendspieler, die gerne pfeifen möchten, oft ihre eigenen Fußballschuhe an den Nagel hängen müssen, um die erforderlichen Ansetzungen für D-Jugendspiele zu erhalten und zu erfüllen.
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Die Echtheit des Spiels fehlt – “möchte  gerne ins Tor”

Hinzu kommt zur stressbedingten Dropout-Gefahr ohne Schiedsrichter bei den fußball spielenden Kindern, dass Funinio ein künstliches Gebilde im gesellschaftlich verankerten Spiel Fußball darstellt. Mit anderen Worten, es ist für Kinder  kein “echtes” Fußballspiel mehr, weil es mit dem aus dem Fernsehen verinnerlichten Sportbild ebensowenig zu tun hat wie das Spiel mit den überlieferten Vorstellungen ihrer Eltern:

- kein Schiedsrichter, der für Gerechtigkeit sorgt,
- kein Tor auf das man seine Schussstärke unter Beweis stellen kann,
- kein Torwart, der dies heldenhaft zu verhindern versucht.

Da kommt so manches zusammen, was dazu führen kann, dass Kinder dem Fußball weit eher als zu den typischen Dropout-Phasen den Rücken kehren werden als erwünscht – zumal Handball und Basketball zunehmend an Fernsehpräsenz aufweisen.

Fast jedes Kind möchte irgandwann mal gerne ins Tor um sich dort auszuprobieren – allerdings nicht auf Dauer und schon gar nicht ausschließlich. Dieses Problem dadurch dogmatisch lösen zu wollen, dass der Torwart einfach abgeschafft wird, nimmt den Kindern ja einen wichtigen Erfahrungsraum und kommt dem Stichwort sehr nahe “mit Kanonen auf Spatzen zu schießen”.



“Unsere Abstimmungen unter den G- und F-Jugendlichen sind immmer sehr, sehr eindeutig, obwohl wir im Training fast immer beides spielen. Es wird stets mit deutlicher Mehrheit lieber auf die 5m-Tore mit Torwart gespielt – egal ob ein Kind oder ein Erwachsener den Torwart spielt.”

Übernimmt ein Erwachsener dabei im Training die TW-Position um dem Spielgeschehen mehr Ergebnis-Balance und Spieleröffnungs-Ordnung zu gewährleisten und obendrein allen Spielern die bewegungsintensivere Feldspielerfunktion zu ermöglichen, dauert es nicht lange bis sich Kinder melden “ich möchte aber auch gerne ins Tor!”

“5m-Tore können ihre Spielteilnehmer im normalen Kinderfußball verzaubern – diese Wirkung ist phänomenal und sollte den Kindern nicht vorenthalten werden – es wäre pseudopädagogischer Diebstahl am Abenteuer Fußball.”


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Für die Nationalmannschaft leiden?

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Sollten die Verbände tatsächlich glauben, dass durch eine Dogmatisierung dieser Spielform “Funinio” an den Wochenenden ein Nationalspieler mehr entwickelt wird als ohne diese Spielform, könnte es sich allerdings auch dahingehend auswirken, dass am Ende flächendeckend weniger Kinder im Verein Fußball spielen werden. Der Preis wäre vielleicht zu hoch: weniger fußballspielende Kinder, weniger Konsumenten, weniger Stadionbesuche und weniger Fernsehzuschauer auf Sicht. Ein wahrlich großer Ast auf dem die Verbände sitzen und sägen?

Die Nationalmannschaft hat meines Erachtens zudem lange nicht mehr den Stellenwert wie früher und leidet an maßloser Selbstüberschätzung, was sich in den PR-Slogans bei der letzten WM in Rußland 2018 gezeigt hat “Die (proklamierte) Mannschaft” gab es gar nicht und “Gemeinsam Geschichte schreiben” haben sie ja mit dem historischen Vorrunden-Aus tatsächlich geschafft.

“Die Kinder bleiben in ihren Vereinen erhalten, wenn sie ihre Freude am Augenblick nicht verlieren. Das ist wichtiger als alle anderen Perspektiven, da all diese anderen Perspektiven letztlich auf dieser Freude erfolgreich aufbauen!”

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Gute Trainer wissen das

Allerdings darf auch an dieser Stelle angemerkt werden, dass übertriebener Ehrgeiz von wenigen Trainern und manchen Vereinen Spiele und Turniere zu gewinnen, genauso dazu führen können, das bestimmte Kinder den Spaß am Fußball verlieren – wenn sie in ein extrem enges taktisches Konzept gepresst werden und funktionieren müssen um die oben genannten Ziele zu erreichen, dafür auch öfter mal angeschrien werden oder zu wenig Spielzeit erhalten, nur um das Endergebnis letztlich nicht zu “gefährden”.

Apropos Spielzeit, kurze 7min-Spiele sind bei den Jüngsten kontraproduktiv, weil sie sich immer erst in ein Spiel einfinden müssen, wenn dann bei 7min Spielzeit, sechs Kinder für drei Einsatz-Plätze vor Ort sind, kommt bei gleicher Spielzeit keiner über 4 Minuten Erfahrungsraum! Kinder brauchen aber Raum und Zeit für Orientierungsentwicklung um ihre Spiele mit Freude zu bestreiten. Gute Trainer wissen das.

Wenn wir davon ausgehen, dass bei den jüngsten “unsere besten” Trainer wirken sollten, die Vereine aber die Botschaft von den Verbänden erhalten, bei den Kleinen spielen wir nur “pille palle”, könnte es auch sein, dass die Vereine sich nicht mehr um gute Trainer bei den Jüngsten bemühen – sicherlich ein weiterer schleichender Faktor für ein früheres Dropout als üblich.
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Konsequenz für den Spielbetrieb – Vorteile beider Spielformen nutzen

Wollen wir die Vorteile beider Spielformen zur Entwicklungsförderung all unserer fußballbegeisterten Kinder tatsächlich nutzen, dann ergibt sich zwangsläufig die didaktische Notwendigkeit beides ergänzend anzubieten – im Vereinstrainings- und Verbandsspielbetrieb gleichermaßen.

“Wenn wir beim RSV05 allerdings 1-2x pro Woche im Training wirkungsvoll Funio spielen, brauchen wir am Wochenende keinen solchen regelmäßigen Spielbetrieb mehr – hier und da mal ein Turnier für die Kinder, denen das besonders gut tut, ist sicherlich sehr förderlich. Da bieten sich eher ergänzende Feldspiele auf 5m-Tore mit Schiri und TW an, ebenfals auch kleinere Felder im 1+4 oder 1+5.”

Konkreter Vorschlag für den Fußballkreis Göttingen-Osterode

Terminierung:
Zur Saisonbegrüßung auf dem Feld könnte jeweils nach den Sommer- und Osterferien zwei Wochenenden Funinioturniere zentral vom KJA angeboten werden um sie für Einschätzungen eines 1+5 -Spielbetriebes für passende Mannschaftsmeldungen zu verwenden, die dann an zwei bis drei weiteren Wochenenden in helfenden Leistungsklassen ausgespielt werden: z.B. Liga, 1.KK, 2.KK, 3.KK mit jeweils mehreren Staffeln

Orga am Spieltag:
jeweils mit drei Teams, wovon jedes Team einmal Ausrichter ist.
2x A-B, B-C, C-A a 14 Minuten ist in zwei Stunden alles erledigt

Meisterschaften sind auch hier nicht nötig.
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Ein Verdacht – vielleicht auch von wirtschaftlichen Interessen geleitet?

Abschließend sei noch ein Verdacht skizziert, der sich nun nicht mehr so einfach von der Hand weisen lässt. Erst war es der Futsal-Dogmatismus, der versuchte über einen Zwangsspielbetrieb in der Halle, die Vereine zu bewegen doppelt so viele Bälle zu kaufen als es ohne die Doktrin “Futsal” der Fall gewesen wäre. Immerhin hat diese Verbandsdoktrin ihre Wurzel bei der Fifa, die ja bekanntlich mit den großen Sportartikelkonzernen verbandelt ist.

“Beim RSV05 erhält jede Mannschaft allerdings z.B. nur einen Futsal-Ball. So können die Spiele damit gespielt und auch von Anfängern ein gleich besseres Kombinationsspiel im Training aufgezogen werden. Je mehr Anfänger in einer Fußballgruppe, detso mehr Zeit spielen wir mit dem Futsal. Übungen werden mit den normalen Bällen durchgeführt, denn wie sollen die Kinder Ballgefühl erhalten (beim Abflachen der Bälle, Ballmitnahme) wenn es der Ball schon von alleine macht? Apropos Ballgefühl: Jonglieren geht obendrein nicht sehr gut mit einem Futsalball.”

Nun sollen deutschlandweit alle Vereine um eine Funinio-Doktrin zu entwickeln und aufrecht zu erhalten entweder teure nachhaltige Kleintore kaufen oder billige umweltschädliche Plastiktore, die nicht lange halten. Hier könnte sich auch ein Kern des Widerstandes rühren. Wenn es der große Weltfußball oder der steinreiche DFB (siehe Akademiebau in Franktfurt) so möchte, dann bitte auch von den Milliarden bzw. Millionengewinnen das Material dafür kaufen und flächendeckend zur Verfügung zu stellen. Wer “A” sagt darf auch”B” sagen.

“Der RSV05 jedenfalls hatte vier Kleintore auch ohne Funinio für fast 1000,- Euro angeschafft für die ganzjährige Nutzung des neuen Kunstrasenplatz – wird aber kein einziges Kleintor dafür kaufen, dass in Geismar verbandsseitig Massen-Funinio-Events ausgerichtet werden können.”

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