NFV Sparkassen-Cup 2015 – Sichtung 2004er

In Holtensen wurde die Vorrunde des landesweit ausgespielten Sparkassen-Cups  vom KJA Göttingen ausgerichtet. Für den Regional-Entscheid der Kreise Göttingen/Osterode sowie Northeim/Einbeck haben sich auch zwei Teams des RSV05 qualifiziert.

Beide mussten bei der inoffiziellen Niedersachsen-Meisterschaft, die im 1+5 ausgetragen wird, in kurzen 12-Minuten-Spielen auf unübersichtliche Stangentore jeweils eine Niederlage hinnehmen – konnten aber ansonsten überzeugen.

Die Veranstaltung des Niedersächsischen Fußballverbandes, der Sparkassen und des Senders Radio FFN versucht dabei leider sehr viel Verschiedenes und Gegensätzliches unter einen Hut zu bekommen: Mannschaftswettbewerb und Einzelsichtung, Leistungfußball und Bolzplatzspielerei sowie Kinderfußball und PR-Event. Eine bereits 2008 formulierte konstruktive Veranstaltungs-Kritik ist HIER ZUM ANKLICKEN auf  unserer Homepage unter Jugend/Leitartikel seit 2008 zu finden. Sie bezieht sich insbesondere auf den pseudopädagogisch begründeten Verzicht von Schiedsrichtern.
:
.

.

Zum Wettbewerb:
“Wie ist denn das Spiel nun überhaupt ausgegangen?”

Kurios, bei fast der Hälfte aller Spiele aus der Sichtungsgruppe 2 war für die Beteiligten das Endergebnis am Ende nicht klar: Erstens weil ohne Anstoß gespielt wurde und es zweitens bei einigen unübersichtlichen Torfragen keine unmittelbar eindeutigen Ansagen bzw. Entscheidungen der Sichter gab. “Die Kinder sollten das ja unter sich regeln”.  In den unklaren Tor-Situationen spielten die Kinder unter dem Druck der Sichtung aber einfach weiter, ohne dass die Frage wirklich ausdiskutiert werden konnte. Die einen dachten das Tor zählt, die anderen dachten der Ball war drüber…

So erkundigten sich die Betreuer (mal von Friedland, mal vom SC Hainberg und mal vom RSV05) nach Spielende bei den sich abwechselnden Sichtern über das tatsächlich notierte  Ergebnis um die berechtigten Ergebnisfragen der  10-11jährigen Jungs beantworten zu können. Immerhin ging es für die Teams neben der Sichtung auch um das ganz offiziell und tabellarisch im Punktesystem geregelte Weiterkommen – in einem NFV-Wettbewerb mit sehr hoch aufgehängten Preisen, die es auch auf keinem Bolzplatz zu gewinnen gibt.

Wer möchte nicht gerne ein Trainingslager mit seiner Mannschaft gewinnen? Oder wenigstens zum beeindruckenden Endrunden-Turnier ins August-Wenzel-Stadion nach Barsinghausen fahren? Dort wird übrigens bei Erstattung der Fahrtkosten “paradiesisch” auf Netztore (statt auf Stangen), mit Schiedsrichtern (statt “ohne”) und 15 Minuten  Spielzeit (statt 10 oder 12) gespielt.

“Da lacht dann wieder das Fußballer-Herz…”


.
Gedanken zur Sichtungsfrage – “Viele Wege führen nach Rom”

In Holtensen waren die Leistungsunterschiede und Gruppen teilweise sehr groß, was auch in zweistelligen Ergebnissen zum Ausdruck kam und für angehende Stützpunktspieler keine wirkliche Herausforderung darstellen -  ein schwer zu praktizierender Sichtungsrahmen. Zum Trost für all die bislang nicht berücksichtigten Talente  sei erwähnt: erfahrungsgemäß sieht der Stützpunktkader eines Jahrganges am Ende der zweijährigen D-Jugendzeit in der Regel wieder etwas anders aus. Der Stützpunkt ist da selbstverständlich offen für neue Entwicklungen.

Kommentar schreiben

Kommentare

Kommentare geschlossen