HKM-Endrunde: Tief enttäuschte C1

Spieler verpassen das Halbfinale äußerst unglücklich – und weitere Einblicke

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Nach einem denkwürdigen Endrundenturnier wurde die gute Leistung der RSV05-C1 im GT-Bericht leider mit keinem Wort erwähnt. Ensprechend ausführlicher fällt der Turnierbericht von Volker Kleinert aus, der interessante Endrunden-Einblicke verschafft. Wenige Tore, viel Dramatik und eine 10m-Farce erwarten den geneigten Leser …


– Endrundenbericht von Volker Kleinert -
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Die C1 des RSV Göttingen o5 schied durch eine 0:1 Niederlage im letzten Gruppenspiel gegen den JFV Rotenberg aus. “Das Tor hätte aber niemals gewertet werden dürfen, da der Spieler des JFV erstens eine Grätsche ansetzte und zweitens unserem Torwart Hennes Braunsberg klar und deutlich den Ball aus der Hand tritt. Dieser verletzte sich dadurch!”
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Da nützen auch zwei Schiedsrichter nichts, wenn die Regeln nicht umgesetzt werden. Einzig wenn man zu wenig Abstand beim Seiteneinschuss oder die Wechselzone falsch betreten hatte, wurde eine gelbe Karte gezeigt! Grob taktische Fouls wurden nur mit einem normalen Foul gewertet, was dann für den Gegner besonders bitter ist, wenn der gefoulte Spieler alleine auf das Tor zu gelaufen  war.
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Unglückliche Gruppeneinteilung
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Leider war auch die Gruppeneinteilung sehr unglücklich, die drei stärksten Mannschaften in einer Gruppe zu packen und in der anderen Gruppe eine mittlere Liga-Mannschaft plus drei normale Kreisklassen-Teams. Das Tempo in der starken Gruppe war erheblich höher und die Mannschaften waren dementsprechend vor dem Halbfinale mehr gefordert und ausgepumpt. In der anderen Gruppe war das Tempo sehr überschaubar. Die Teams konnten dadurch erheblich mehr Kraft einsparen.
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Gleich zum Auftakt: RSV05 gegen Favorit Sparta
1:1
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Sparta, als Favorit angetreten, hatte im ersten Spiel gegen den RSV Göttingen 05 viel Glück um am Ende ein 1:1 zu sichern. Der RSV 05 war top eingestellt und ließ keine Torchance für Sparta zu. Im Gegenteil, der RSV05 bestimmte klar das Spiel und war häufig nur durch Fouls zu stoppen. Nachdem Sparta das dritte Foul hatte, traf Benjamin Lackermeier vom 10 Meter Punkt mit einem fulminanten Schuss in den Winkel zum 1:0. Dies Ergebnis sollte bis 2 Minuten vor Schluss halten. Nach einer Auszeit seitens des RSV05 wurde der nächste taktische Spielzug besprochen. Kai Grikjan sollte den Torwart Abwurf halten und der ausgepumpte Kaan Karadaan sofort wechseln! Es kam dann genauso wie abgesprochen, doch Kai verlor den Ball beim Versuch zu dribbeln, was Sparta in eine Kontersituation brachte, die im 1:1 endete. Der RSV war aber nicht geschockt. Sparta wackelte jetzt bedenklich, erst hatten sie Glück, das Fynn Stahlhut nach einem tollen Steilpass einen Tick zu spät an den Ball kam, der danach hauchdünn am Tor vorbei ging.

Dann die absolute Schlüsselszene:
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“Der RSV05 bekam 33 Sekunden vor Schluss nach einem Foul den zweiten “10m” zugesprochen. Dariel Diaz trat an und konnte den Ball leider nicht im Gehäuse der Spartaner unterbringen. Wäre er drin gewesen, hätte der RSV sicherlich das Halbfinale erreicht und der spätere Kreismeister Sparta wäre letztlich sicherlich vorzeitig draußen gewesen. So nah liegen Pech und Glück zusammen: an einem Schuss.”
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Sparta – Rotenberg 1:1
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Sparta konnte auch im zweiten Spiel gegen JFV Rotenberg nicht überzeugen. Rotenberg verteidigte aggressiv und ließ die Göttinger nie ins Spiel kommen. Nach dem Führungstreffer der Rotenberger wurde Sparta zusehens nervöser, denn sie fanden keine Lösung gegen die Spielweise der Rotenberger. Es half ihnen auch nichts, dass die Schiedsrichter sehr einseitig für Sparta pfiffen, so dass drei 10m-Strafstöße zustande kamen. Alle drei wurden vom starken Torwart der Rotenberger gehalten. Kurz vorm Ende rutschte den entnervten Rotenbergern ein Ball durch und Sparta kam doch noch zum Ausgleich. Nach dem Spiel wurden die Schiedsrichter vom Rotenberger Anhang leider heftig beschimpft.
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RSV05 – JFV Rosdorf
1:0
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Gegen JFV Rosdorf ging es viel ruhiger zu. Die Rosdorfer mit ihrem sehr guten Torwart verteidigten geschickt und hatten auch nach vorne hin gefährliche Aktionen. Der RSV verpennte die ersten 5 Minuten komplett, hätte eigentlich auch 0:1 hinten liegen können, als Tom Hennings einen Ball der Rosdorfer mit viel Glück von der Linie kratzte. Danach nahm aber der RSV das Heft in die Hand und machte Druck aufs Rosdorfer Tor. Den Führungstreffer erzielte  Tom Hennings mit einem Flachschuss ins kurze Eck. Im späteren Spielverlauf hatte der RSV noch etliche Torchancen, um das Ergebnis höher zu schrauben. Kaan Karadan schoss einen Querpass am leeren Tor vorbei und drei 10m-Strafstöße wurden noch vergeben. So blieb es beim knappen 1:0 Sieg des RSV05, der aber zu einer schlechten Konstellation im letzten Gruppenspiel führte, denn Rotenberg hatte mit 3:1 gegen JFV Rosdorf gewonnen und so ein Tor mehr auf dem Konto.
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RSV05 – JFV Rotenberg 0:1
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Im letzten Gruppenspiel gegen JFV Rotenberg ging es dann um den Einzug ins Halbfinale. Rotenberg reichte ein 0:0, dementsprechend defensiv gingen sie das Spiel an. Erschwerend für den RSV kam hinzu, dass Rotenberg über einen überragenden Torwart verfügte, der im 2m-Tor nur sehr schwer zu überwinden war. Am Ende gewann der JFV durch das fragwürdige Tor, das eigentlich nie hätte gewertet werden dürfen. Ein 0:0 hätte aber auch nicht gereicht.
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Ergebnisse “schnelle” Gruppe 1:

RSV 05 – Sparta 1:1  (“Glücklicher Punkt für Sparta”)
JFV Rotenberg – JFV Rosdorf 3:1   ( “Rosdorf hat bis 2 Minuten vor Schluss mit 1:0 geführt” )
Sparta – JFV Rotenberg 1:1  (“Skandalspiel”)
RSV 05 – JFV Rosdorf 1:0  (“zu niedriger Sieg”)
JFV Rotenberg – RSV 05 1:0  (“Skandaltor”)
Sparta – JFV Rosdorf 3:0  (“Verzerrung – Rosdorf spielte leider nicht mehr in ihrer stäksten Aufstellung”)
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Ergebnisse Gruppe 2:
SVG – Gimte 1:0,
Sachsa – SC05 1:0,
SVG – Sachsa 0:0
SC05 – Gimte 2:1
Gimte – Sachsa 2:1
SC05  – SVG 1:0


Halbfinale

Sparta – 1. SC Göttingen 05   3:0   (“ganz klare Angelegenheit für Sparta”)
JFV Rotenberg – JSG Bad Sachsa  0:0    (“Erst nach 10-Meter Schießen entschieden”)

Kleines Finale

JFV Rotenberg – 1. SC Göttingen 05  0:0
(“erst nach 25 Schüssen und extrem vielen Fehlversuchen vom 10 Meter Punkt entschieden”)

Finale

Sparta – JSG Bad Sachsa  1:0   ( “glücklich” )

Futsal-Fazit

“Die Spiele waren durch die guten Torhüter eher langweilig, da kaum Tore fielen. Die Schiedsricher waren überfordert mit den Futsalregeln: grobe Fouls wurden nur wie ein normales Foul bewertet anstatt Zeitstrafe! Kleine Vergehen ( Abstand, falsch wechseln usw. ) mit gelber Karte. Dadurch sind die Spieler wegen Kleinigkeiten vorbelastet und beim nächsten Foul unten. 10 Meter-Regel nach 3 kumulierten Fouls ist kaum ein Vorteil. Nur B. Lackermeier verwandelte im ganzen Turnier! Man müßte den Strafstoss Punkt näher legen damit Fouls auch wirkungsvoll bestraft werden.”
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