HKM-C1 mit beiden Futsal-Teams “eine Runde weiter” – Strafstoß-Regelwerk “nicht ohne”

- Turnierbericht von Thomas Kopitz –

Das war nach zweimaligem Hallentraining so nicht zu erwarten: Nachdem am Samstag das “Team 99″ der C1 als Zweiter in einer Sechser-Gruppe sicher die nächste Runde in der HKM erreicht hatte, zog das “Team 00″ am Sonntag nach: Kapitän und Rückhalt Marcel Jünke führte seine Mannschaft sogar zum Gruppensieg, obwohl man kurzfristig auf den erkrankten Ehler Kraft verzichten musste und die Mannschaft zäh in das Turnier in der THG-Halle startete.

In Spiel eins gab es ein nüchternes 0:0 gegen die kompakt stehende Zweite von HöhBernSee. Noch finsterer sah es nach fünf Minuten im zweiten Match gegen die JSG Nordost III aus, die Schwarz-Gelben lagen 0:1 hinten, weil sie bis dahin nicht zwingend und auch zu wenig zweikampfstark agierten.

Die Wende

Abwehrspieler Tom Hennigs setzte nun wichtige Akzente, gewann Zweikämpfe und baute klug auf. Und schon lief es vorne: Benni Lackermeier traf mit Glück und Geschick zum Ausgleich. Der Bann war gebrochen: Vedad Kaplan und Daniel Frimpong legten zum 3:1-Sieg nach und brachten das Team damit in die Spur.  Mit einer konzentrierten und spielerisch schön anzuschauenden Leistung gab es dann gegen die JSG Nordost II ein klares 3:0 – mit großer Effizienz in den Zweikämpfen und herausgespielten Toren, Daniel traf doppelt und Vedat einmal.

Konzentriert ging es weiter: Im letzten Spiel gegen Rhume/Oder III machte Daniel eiskalt das 1:0 und spät das 2:0. Zwischendurch gab es sogar einige doppelte Doppelpässe wie von Hans und Benni zu sehen und viele Torschüsse, die vom herausragenden Torhüter pariert wurden. Fazit: Ein absolut verdienter Gruppensieg.
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Zum Futsal-Strafstoß-Regelwerk - von Ralf Tarant -

Insgesamt gewährleisteten die guten Schiedsrichter sowohl am Samstag bei der C1 in der IGS als auch am Sonntag im THG mit sicherem Auftreten einen reibungslosen Ablauf des Turniergeschehens. (Dass dies im HKM-Turnier bei unserer C3 nicht so war, ist eine andere Geschichte). Das sichere Schiedsrichter-Auftreten in der IGS führte aber auch zu einer grotesken 7m-Situation im Spiel Bovender SV gegen RSV05 I: im abwechslungsreich und recht flott und mit wechselnden Dominanzen verlaufenen Spielgeschehen gab es beim Spielstand von 1:0 für Bovenden in den letzten Sekunden einen 7m für den RSV05. Nun stellte sich der Bovender Torwart zur Verwunderung aller zwei Meter vor das Tor.

“Von der Regelausbildung war bekannt, dass dies beim 10m-Strafstoß (ab dem 5. kumulierten Foul) erlaubt war – da die Schiedsrichter nicht einschritten, dachten alle ‘dann wird das dann schon auch beim 7m-Strafstoß seine Richtigkeit haben.’ Der Schütze hatte aber nur eine kleine Chance – von Strafstoß konnte da keine Rede mehr sein. So blieb das verdiente 1:1 am Torwart hängen.”

Angesichts der  recht schwierigen Schussposition des Schützen, fragten wir nach dem Spiel bei den Schiedsrichtern nach, ob es nicht doch eine unterschiedliche Torwartregel bei der Ausführung eines 10m und eines 7m gäbe. Die Schiedsrichter prüften daraufhin das  125-seitige Regelwerk. Beim 7m muss der TW auf der Linie bleiben. So konnte Konstantin im abschließenden Spiel der C1 gegen Bremke (in dem die Mannschaft zuvor mit schön herausgespielten Toren geglänzt hatte), mit dem abschließenden 7m sicher zum 4:0 verwandeln – denn der Bremker TW, der sich auch schon 2m vor dem Tor postiert hatte, wurde dann regelgerecht zur Torlinie zurück beordert.

“Unsererseits gab es wegen dieser Geschichte kein Aufsehen – wäre vielleicht aber dazu gekommen, hätten wir zuvor das 125seitige Futsal-Regelwerk auswendig gelernt… Für die Partie gegen Bovenden war dies zwar eine bedauerliche Fehlentschedung, sie war aber im Nachhinein nicht turnierentscheiden. Auch bei einem Unentschieden wäre Bovenden aufgrund des besseren Torverhältnis verdienter Gruppensieger geworden.”



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